Internationaler Verein für Gerechtigkeit, Menschenrechte, Berufs- und Amtsehre

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Tipps zur Prävention von Baupfusch

Baupfusch kann ein sehr ernster Schicksalsschlag sein, der eine Familie über Jahre schwer belasten kann. Und Tatsache ist: von Baupfusch ist grundsätzlich niemand gefeit. Leider ist es oft so, dass ein Bauherr, als Laie, minderwertige und schlechte Arbeiten auch gar nicht sofort erkennt. Mit anderen Worten: Schlampiges Arbeiten und Übervorteilen sind heute an der Tagesordnung und leider ein gesellschaftliches Problem geworden.

Gerade indem man sich dessen bewusst wird, minimiert man das stets bestehende Risiko, Opfer einer Übervorteilung bzw. eines Betrugs zu werden. Gemäss den gesammelten Erfahrungen empfehlen wir Bauenden folgende Präventionsmassnahmen:

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Sich nicht auf Titel, Diplome, Firmengrösse etc. verlassen, sondern in erster Linie prüfen, ob der Architekt ehrlich und verantwortungsbewusst ist (vgl. unten). Auf Gesprächsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und Geduld des Architekten ganz besonderes Augenmerk legen.

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Untersuchen, für wen der Architekt bisher gebaut hat. Die Bauten besichtigen! Mit den Bauherren reden.

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Die Regel, dass ein ortsansässiger Unternehmer es sich nicht leisten könne, schlampig zu arbeiten, stimmt in der heutigen mobilen Welt - zumindest kurzfristig - nicht mehr. Deshalb: Genau recherchieren und auf mögliche Kritik am Architekten achten!

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Gleich beim Bau einen Teil des Kapitals als Reserve auch für mögliche rechtliche Schritte und Prozesse einberechnen. Lieber auch für böse Überraschungen gewappnet sein, als böse überrascht werden!

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Bereits vor Beginn des Bauprojekts sämtliche Verträge von einem vertrauenswürdigen Anwalt kritisch überprüfen lassen.

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Richten Sie schon vor dem Bau eine Homepage über ihr Bauprojekt ein, worauf Sie den Fortschritt des Baus selber dokumentieren können. Bei gutem Gelingen ist die Homepage für die verantwortlichen Unternehmen eine gute Werbung und bei schlechter Arbeit für den Bauherrn eine gute Verteidigung. Wer in der Öffentlichkeit steht, wird sich umso mehr bemühen, saubere Arbeit zu leisten - das gilt eigentlich für jeden Bereich unserer Gesellschaft.

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Wo notwendig mehrere Expertenmeinungen einholen (was allerdings mit mehr Kosten verbunden ist).

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Die Kompetenzen aller Beteiligten offen legen, alle Handwerker sollen z.B. eine Kopie des Architekturvertrags vor Baubeginn erhalten. So können die Beteiligten nicht behaupten, sie hätten nichts von der Kompetenzüberschreitung des anderen (z.B. des Architekten) gewusst.

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Kompetenzen und Vertretungsbefugnisse des Architekten reduzieren, z.B. vertraglich festlegen, dass Abmahnungen direkt an den Bauherrn gerichtet werden müssen.

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Generell Verträge und Normen nicht einfach so übernehmen. Die SIA-Normen (Normen des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverbands) enthalten z.B. zahlreiche Stellen, die dem Architekten zu viele Kompetenzen einräumen. So kann der Architekt theoretisch Rechnungen im Namen des Bauherrn anerkennen. Solche Stellen streichen.

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Sich nicht auf Versicherungsangaben des Architekten und der Unternehmer verlassen. Jede Police der Unternehmen anfordern und überprüfen.

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Stets Pauschalwerksummen bzw. Pauschalhonorare vereinbaren auch bei den Anlagekosten des gesamten Baus.

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Bei allen Verträgen, insbesondere beim Architekturvertrag, Konventionalstrafen vereinbaren für den Fall, dass der Bau nicht rechtzeitig oder ordnungsgemäss abgeliefert wird und kostenlose Ersatzräumlichkeiten vereinbaren.

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Jede Vereinbarung, Anweisung, Informationsaustausch etc. schriftlich festhalten und aufbewahren!

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Den Bau des Gebäudes systematisch fotografisch dokumentieren.

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Sich bei angeblich unentgeltlichen oder inbegriffenen Leistungen (z.B. Akquisitionsbemühungen) die Unentgeltlichkeit schriftlich bestätigen lassen.

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Bei negativen Anzeichen einen Baustopp oder einen Abbruch des Bauprojekts nicht scheuen.

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Im Zweifelsfall nicht bauen, sondern ein bereits gebautes, gut überprüftes Haus kaufen.

 

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